Kehlsteinhaus privat besuchen – exklusive Tour & Geschichte
Der Adlerhorst auf 1.834 Metern: Gebaut in 13 Monaten, besucht von Hitler kaum ein Dutzend Mal, heute eines der bekanntesten Bauwerke Deutschlands. Privat besichtigt, historisch eingeordnet, unvergesslich.
Private Reise anfragenDauer
1 Tag
Region
Berchtesgadener Land, Bayern
Format
Private Chauffeur-Reise
Highlights
- Privater Besuch auf 1.834 m -- Panorama über Königssee, Watzmann und Salzburger Alpen
- Fahrt durch den 124 m langen Felsentunnel und Aufzug mit venezianischen Spiegeln
- Historische Einordnung: Bormanns Bau, Hitlers seltene Besuche, Kriegsende 1945
- Kehlsteinstrasse: 6,5 km Bergstrasse mit 27 Kehren, ohne Privat-PKW
- Kombination mit Dokumentationszentrum Obersalzberg optional
- Saisonöffnung Mitte Mai bis Ende Oktober -- perfekte Planung inklusive
Erlebnisbeschreibung
Lage und Geographie
Das Kehlsteinhaus steht auf dem Gipfel des Kehlsteins, einem Ausläufer des Hohen Bretts im Berchtesgadener Land, auf 1.834 Metern über dem Meeresspiegel. Die Aussicht reicht bei klarem Wetter über den Königssee, den Watzmann (2.713 m), das Hagengebirge und weit in die Salzburger Alpen hinein -- an besonders klaren Tagen bis zum Dachstein in der Steiermark. Das Gebäude liegt knapp 800 Höhenmeter über dem Obersalzberg und nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Berchtesgaden selbst liegt 30 Kilometer von Salzburg, 150 Kilometer von München.
Entstehung und NS-Geschichte
Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei und Hitlers engster Vertrauter, initiierte das Bauprojekt 1937 als Geschenk der NSDAP zum 50. Geburtstag Hitlers am 20. April 1939. Die Planung lag beim Münchner Architekten Roderich Fick. Über 3.000 Arbeiter schufen in nur 13 Monaten Bauzeit eines der kühnsten Bergbauprojekte des 20. Jahrhunderts -- in einer Höhenlage, die normale Bauarbeiten kaum zulässt.
Die Kehlsteinstrasse ist das eigentliche Ingenieurskunststück: 6,5 Kilometer Bergstrasse mit 27 Kehren, vollständig aus dem Fels gehauen, ohne Leitplanken und mit Steigungen bis zu 28 Prozent. Über 400 Meter wurde der Berg gesprengt und ausgehöhlt, um die Strasse anzulegen. Am Ende der Strasse führt ein 124 Meter langer, 8 Meter breiter Tunnel durch den Fels zum Aufzug -- einer Messingkabine mit venezianischen Spiegeln, grünem Leder und einem Durchmesser von 3,5 Metern. Der Lift überwindet in 41 Sekunden 124 Höhenmeter.
Hitler selbst besuchte das Kehlsteinhaus in den sechs Jahren bis Kriegsende nur etwa 14 Mal. Er litt unter Höhenangst und mochte das Gebäude nach eigenem Bekunden nicht. Der Adlerhorst -- wie er von den Alliierten genannt wurde -- war vor allem ein Repräsentationsobjekt für Staatsbesuche: Mussolini, Chamberlain und andere Staatsgäste wurden hier empfangen.
Kriegsende und Nachkriegszeit
Am 4. Mai 1945 besetzten Soldaten der 3. US-Infanteriedivision und der Easy Company des 506. Fallschirmjägerregiments -- bekannt durch die HBO-Serie "Band of Brothers" -- das Kehlsteinhaus ohne Gegenwehr. Die SS hatte das Gebäude kurz zuvor geräumt. Die amerikanischen Truppen tranken Hitlers Weinvorrat und verliessen das Haus weitgehend unbeschädigt. Das Dokumentationszentrum Obersalzberg berichtet detailliert über diese letzten Kriegstage.
Seit 1952 betreibt der Freistaat Bayern das Kehlsteinhaus als Gaststätte. Der Betrieb ist auf Mitte Mai bis Ende Oktober begrenzt -- im Winter ist der Zugang durch Eis und Schnee gesperrt. Private Fahrzeuge sind auf der Kehlsteinstrasse nicht zugelassen. Der obligatorische Sonderbus ab dem Dokumentationszentrum Obersalzberg ist Teil des Besuchskonzepts.
Historischer Kontext: Obersalzberg
Das Kehlsteinhaus ist nicht isoliert zu verstehen, sondern als Teil des "Führersperrgebiets" Obersalzberg zu sehen -- einem 10 Quadratkilometer grossen Areal, das die NSDAP ab 1933 systematisch von seinen ursprünglichen Bewohnern enteignete. Hitlers Berghof, Speers Atelier, Görings Landsitz und zahlreiche Bunkeranlagen prägten den Obersalzberg. Das Dokumentationszentrum Obersalzberg, 800 Meter unterhalb des Kehlsteinhauses gelegen und mit einem erhaltenen Teil des Tunnelsystems, ist die wissenschaftlich fundierteste Aufarbeitung dieser Geschichte in Deutschland -- ein idealer Ausgangspunkt für einen privaten Besuch.
Impressionen
Ihr Erlebnis
- Private Fahrt im Luxusfahrzeug
- Persönlicher Fahrer & Reisebegleiter
- Handverlesene Luxushotels
- Flexible Anpassung der Route
Warum diese Reise?
Das Kehlsteinhaus zieht jährlich fast eine Million Besucher an -- und trotzdem verlassen die meisten es mit dem gleichen Gefühl wie jede andere Sehenswürdigkeit: Foto gemacht, Bus zurück, nächster Punkt. Wer mit historischem Hintergrundwissen hinaufgeht, sieht einen völlig anderen Ort. Den Aufwand, der hier betrieben wurde -- für ein Gebäude, das Hitler kaum mochte. Die Hybris eines Regimes, das Berge verschob, um Besucher zu beeindrucken. Diese Ebene öffnet sich nicht von selbst.
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